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K+S: "Drei-Phasen-Plan keine Lösung"

  • Autorenbild: FZ | Fuldaer Zeitung
    FZ | Fuldaer Zeitung
  • vor 17 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Reaktion der BI auf das Statement von K+S vom 14.02.2026:

K+S hat augenscheinlich völlig den Kompass verloren“, so fassen die drei Vorsitzenden Sabine Waschke, Hubert Enders und Sven Hartmann ihren Eindruck zur aktuellen Presseinformation von K+S zusammen. „Dass K+S die Prioritäten in der sehr schwierigen Lage, in der sich das Unternehmen am Standort Neuhof selbst gebracht hat, nicht anerkennt, macht uns fassungslos. Jedermann ist sich inzwischen bewusst, dass die Halde Neuhof aufgrund der immensen Sickerwässerlast einen sanierungsbedüftigen Sonderfall darstellt. Stattdessen sehen wir eine vorgeschobene und in sich unschlüssige Abwehrargumentation, die die akute Gefährdungslage durch die Halde in Neuhof ignoriert. Oberste Priorität hat die Sicherung des Naturraums und der Menschen gegenüber den stark zunehmenden Sickerwässern der Halde.  Die damit verbundenen Gefahren für Mensch und Natur, vor allem für Grundwasser, Böden und letztlich auch für das Trinkwasser müssen dringend eingedämmt werden, darum geht es jetzt! Dieser sehr herausfordernden Aufgaben wird sich das Unternehmen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stellen müssen. Dass K+S hierauf mit keinem Wort eingeht und sich stattdessen mantraartig auf die vermeintliche Wirkung einer Abdeckung beschränkt, ist nicht ansatzweise nachvollziehbar. “

 

Nur durch einen weitestgehenden Rückbau der Halde könne im Übrigen die Ursache des Salzeintritts in die Umwelt endgültig beseitigt werden, so die Vertreter der BI weiter. „Die Behauptung in der K+S-Pressemitteilung, ein ´Haldenrückbau sei kein Mittel gegen Haldenwässer´ ist in einer Weise logisch unplausibel, dass einem angst und bange wird, wie ein Konzern dieser Größenordnung öffentlich zu einer solchen Äußerung kommen kann. Jedes kleine Kind weiß, dass ein kleiner Schwamm weniger Wasser abgibt als ein großer“, so die Vertreter der BI weiter.

 

Stattdessen fokussiere K+S einzig aus wirtschaftlichen Motiven auf eine Abdeckung, um im Abfallgeschäft Geld zu verdienen. Dabei wäre die Abdeckung der Halde nach Ansicht der BI lediglich der untaugliche Versuch, Symptome zu beeinflussen, ohne das Übel an der Wurzel zu greifen. „Wir haben bereits Mitte Januar in einem Schreiben an den hessischen Landwirtschaftsminister gefordert, dass sich die Landesregierung für eine unabhängige gutachterliche Untersuchung der maximalen Rückbaukapazitäten für die Halde in Neuhof einsetzt. Die Antwort aus Wiesbaden steht nach wie vor aus.“ Die BI weist auf die außerordentliche Verantwortung des Ministeriums und des Regierungspräsidiums hin, der Gefahr, die von der Halde ausgeht auf den Grund zu gehen, die Ursachen und die Wirkmechanismen aufzuklären und daraus abgeleitet geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

 

Statt sich proaktiv und effektiv um eine Lösung zu kümmern, klammere sich K+S dagegen seit vielen Jahren gebetsmühlenartig an untaugliche Konzepte und lasse sich nicht auf alternative Lösungsansätze – wie den Drei-Phasen-Plan - ein. Wenn K+S von einem Zeitraum von mindestens 50 Jahren spricht, um die Halde „erheblich zu verkleinern“, blendet das Unternehmen aus, welche Zeiträume nach seiner eigenen Rechnung für eine Abdeckung der Halde erforderlich wären. Schon in 2023 hatte die Bürgerinitiative dem Unternehmen auf Basis seiner eigenen Planungsdaten vorgerechnet, dass unter Nutzung aller Kapazitäten ein Zeitraum von mehr als hundert Jahren für die Fertigstellung einer Dickschichtabdeckung in Neuhof erforderlich wäre.

 

Zum Stand des Austausches zwischen K+S und „Generationes“ kann die BI wegen der Geheimhaltungsauflagen zwischen den beiden Unternehmen keine Aussagen machen.

 

 


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